SEI®│Somatische Emotionale Integration

Körper- und bindungsorientierte Form der Psychotherapie zur Arbeit mit Entwicklungs- und Schocktrauma sowie mit Bindungsstörungen

Traumatisierungen werden im Körper und im Nervensystem gespeichert. Werden überwältigende Gefühle eines Traumas verdrängt, um die damit verbundene Angst und Verzweiflung sowie den Schmerz nicht spüren zu müssen, wird das Erleben und die Wahrnehmung eingeschränkt. Betroffene nehmen sich und die Umwelt nicht mehr vollständig wahr und verlieren den Kontakt zu ihrem Körper und zu sich selbst. 

Werden unangenehme Gefühle unterdrückt, wirkt sich dies unmittelbar auf die Intensität angenehmer Gefühle aus. Diese wird deutlich reduziert. Beide Gefühlszustände gehen mit einem hohen Energieniveau einher. Für den Körper ist es unwesentlich, ob die Energie, die er verarbeiten muss, einen positiven oder negativen Ursprung hat. Er stuft ein bestimmtes Maß an Energie als nicht mehr regulierbar ein und schlägt Alarm. Um die ständige Alarmbereitschaft zu vermeiden, führen von Trauma Betroffene häufig ein Leben im Funktionsmodus. Sie überleben anstatt zu leben und bleiben so unter ihren Möglichkeiten, kommen nicht in ihre Kraft und können das eigene Potential nicht entfalten.

Den eigenen Körper spüren

Das Spüren des eigenen Körpers und echter Kontakt sind der Weg zu einer erfolgreichen Integration von frühen Verletzungen und Entwicklungstrauma. In der körperorientierten Traumatherapie wird die Körperwahrnehmung reaktiviert, damit das Trauma verarbeitet werden kann. Ziel ist es, mit sich und dem eigenen Körper in Kontakt zu kommen und diesen wieder ohne Angst zu spüren. Gleichzeitig wird auch die Fähigkeit zur Selbstregulation aktiviert und damit die Stressresistenz erhöht. Bei einem Schocktrauma fehlt dem Körper die Information, dass das Erlebte vorbei ist. Der Schock steckt dann im Körper fest, wird gehalten. In der Arbeit mit Schocktrauma gilt es die im Körper gehaltene hohe Energie zu lösen.

Echter Kontakt

Sind wir mit uns selbst und anderen in Kontakt, fühlen wir uns verbunden und zugehörig und erfahren so mehr Zufriedenheit, Lebendigkeit und Lebensfreude. Die Grundlage für eine gelungene Veränderung ist ein vertrauensvoller und authentischer Kontakt zwischen Therapeut und Klient, zwischen Ihnen und mir. Traumatische Beziehungserfahrungen können im echten therapeutischen Kontakt angeschaut, neu eingeordnet und durch neue Erfahrungen überschrieben werden. Diese neuen Beziehungserfahrungen lassen sich dann auf den Kontakt mit anderen Menschen übertragen.

Ablauf der Traumatherapie

Schritt 1: Stabilisierung




Schritt 2: Traumabearbeitung


Schritt 3: Integration und Neuorientierung